Ab nach Krabi!

Nachdem wir uns darüber einig waren, dass eine Woche Bangkok genug für ein ganzes Leben sei, buchten wir rasch unsere Tickets nach Krabi. Für gewöhnlich sind Bustickets in Thailand recht preiswert zu erstehen, wenn man ein paar Kleinigkeiten beachtet.
Lasst euch nicht von einem scheinbar freundlichen local people zur nächsten Touri Information guiden, wenn ihr den Entschluss gefasst habt, eure Tickets direkt am Busbahnhof zu buchen ( dort gibt es Festpreise und keine Aufschläge aufgrund eurer Hautfarbe).
Naive Backpacker, wie wir in den ersten Wochen allerdings waren, haben wir natürlich ein Busticket in der Tourist- Information gekauft. Kurzum, es wurde viel versprochen und nichts gehalten.
Statt eines "VIP" Busses, gab es einen Bus der aussah als hätten wir ihn nach dem zweiten Weltkrieg ausgemustert. Zerfetzte Sitze, nicht funktionierender technischer Klimbim und eine Klimaanlage, die die Temperatur so gut reguliert hat, dass ich trotz Jacke nahezu erforen wäre, ohne Witz!

Nach 12 Stunden, auf den gut gepflasterten Wegen Thailands, kamen wir schließlich am Bus Terminal in Krabi an und teilten uns mit anderen Backpackern ein Taxi zum Aonang Beach.
Dort angekommen, ging es direkt zum Strand und so wurde mittels Longtailboat zum Tonsai Beach übergesetzt.
Das Übersetzen von Strand zu Strand kostet jeweils 100 Baht, gefahren wird nur wenn die Boote voll besetzt sind. Habt ihr es allerdings eilig, bieten euch die netten Fahrer an, für schlappe 20 Euro, also 800 Baht, sofort zu starten.

Im folgenden ein paar Impressionen vom Strand:


Postkartenstrand









Der Weg zur Unterkunft:







Affen, Affen, ich seh nur Affen!


Wir haben unsere Unterkunft mittels Airbnb gefunden, durchaus empfehlenswert. (Wenn ihr allerdings in der Beschreibung keine Bilder vom Sanitärbereich findet, dann hat das seinen Grund

Unsere Absteige für die nächsten 7 Tage:






Die Toilette ist vor allem nachts, nichts für schwache Nerven!

Der Tonsai Beach ist ein absolutes Paradies für kletterbegeisterte:







Wer vom Tonsai Beach zum Railay gelangen will, kann sich das nervige und auf dauer gesehene "teure" übersetzen, sparen. Es gibt einen kleinen verschlungenen Pfad, der die Strände verbindet.


Fauna und Flora zwischen den Stränden



















Ihr solltet allerdings die Flut meiden!
Andernfalls wird der Abstieg echt lebensgefährlich!







Endlich am Railay Beach!











Die Alternativroute führt einmal quer durch die Berge, bei einem Anstieg der es durchaus in sich hat.



Der Tonsai Beach bietet neben dem Kletterspaß noch weitere Vergnügungen. Nach ein, zwei Mushroomshakes und der einen oder anderen Tüte warten Massagen, Slackline und Feuershows auf euch!


Feuershow!



Wer dem Strandalltag entkommen möchte, kann sich durchs buchen verschiedener Touren eine Auszeit verschaffen.
Wir haben beispielsweise eine Kajaktour durch den mangroven forest gebucht:






Her mit dem Zeug!




Außerdem lädt eine Mauer, die parallel zum Hauptweg verläuft, zum Gestalten ein:




Immer dieses Graffiti!





Das Leben dort gleicht einer Hippie-Kommune und der Strand lässt sich in drei Worten zusammenfassen: Yoga, klettern und kiffen.



Im übrigen verbrachten wir auch zufällig die Songkran Feierlichkeiten am Aonang Beach ( thailändisches Neujahrsfest).
Das Wort 'Songkran' leitet sich von Sanskrit (mesa-) saṅkrānti ab, was den Eintritt der Sonne in das Sternbild Widder, das erste Tierkreiszeichen, bedeutet. ( von mesa ,Widder' und ,saṅkrānti' Übergang)

Das Fest ist auf den 13. - 15. April datiert. Am Abend des 12. April werden Wohnungen und Häuser geputzt. Am darauf folgenden Morgen begeben sich die Familien in die Wats (Tempel) und opfern dort Früchte, Reis und andere Speisen. Anschließend werden die dortigen Buddha-Figuren und der Vorsteher des Wat "gebadet", also mit Wasser übergossen.

Weitere traditionelle Elemente des Songkran:

Junge Leute besuchen Familienmitglieder der älteren Generation, um ihnen Respekt zu erweisen, indem kleine Mengen von Wasser über ihre Hände gegossen werden. Das Wasser wurde vorher mit Jasmin-Blüten versetzt, um es wohlriechend zu machen.

Die Gläubigen tragen kleine Mengen von Sand in die Tempel, um ihn dort im Vorhof zu chedi-artigen Pyramiden aufzuhäufen. Die Sand-Chedis werden oft mit bunten Fähnchen dekoriert. Der Sand soll den Staub wieder an den Ursprungsort zurückbringen, den die Gläubigen im Laufe des Jahres an ihren Schuhen haftend von dort weggetragen haben.

Generell gesehen ist Songkran die Zeit der Säuberung und Erneuerung. Viele Thais unterziehen aus diesem Anlass ihre Wohnungen einer komplett-Reinigung.


Im Lauf der Geschichte haben sich diese rituellen Waschungen dahingehend entwickelt, dass sich alle Personen gegenseitig mit Wasser übergießen.

In größeren Städten entstehen regelrechte Wasserschlachten und auch als Tourist bleibt man nicht verschont


Da freut sich aber jemand :D





edit: nach 2 stündigem Versuchen, die Bilder zu drehen hab ich's aufgegeben...neigt euren Kopf halt ein wenig

12.6.16 08:24, kommentieren

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Thaiboxen in Bangkok eine ganz besondere Odyssee

Schon innerhalb der ersten Tage kamen wir auf die fixe Idee, wenn man eh schon mal hier ist, müsse man sich ja eigentlich auch mal nen richtigen Thaibox fight anschauen. Wird bestimmt klasse, so zwischen den local people, da kommt die Stimmung viel besser rüber, authentisch und so.


Also informierten wir uns in unserem Hostel, in welchem Stadium denn heute gekämpft wird. ( So wird beispielsweise im Rajadamnern Stadium nur Montag, Mittwoch, Donnerstag und Sonntag geboxt)
Ziel war für diesen Freitag also das Lumpinee Stadium, so glaubten wir jedenfalls.


Für gewöhnlich ist es recht simpel Taxis oder Tuk Tuk's ranzuwinken. Aber an diesem Tag suchten wir mehr als eine halbe Stunde vergebens nach jemandem, der uns zum Lumpinee Stadium bringt. Für viele war es schlicht und einfach zu weit entfernt (30 min Fahrt... :O) und viele speisten uns ab, nachdem wir nicht bereit waren einen Festpreis von meist weit über 400 Baht zu zahlen...

Für gewöhnlich ist Taxi fahren in Bangkok ziemlich günstig. Ihr steigt beispielsweise in ein Taxi und sagt gleich, um Missverständnissen vorzubeugen, "Meter khrap", somit ist klar, dass ihr euch nicht mit horrenden Festpreisen über'n Tisch ziehen lasst. (35 Baht Einstiegspreis)

Gab auch schon genug Momente in denen wir dann wieder ausstiegen, da der Fahrer auch nach 10 Aufforderungen immernoch keine Regung zeigte, das Taxameter anzustellen.


Nach etlichen Fehlversuchen fanden wir widererwarten ein Tuk Tuk, dass uns für 250 Baht (immernoch viel zu teuer) zum Stadium bringen wollte.
Nur hatte unser Fahrer leider keine Ahnung wo es zu finden war...

Nachdem wir den Lumpinee Park ungefähr 3 Mal, ohne nennenswerten Erfolg umrundeten, baten wir darum, doch bitte aussteigen zu dürfen, um uns auf eigene Faust auf die Suche zu begeben.
Verhandlungssicher und schlecht gelaunt wie wir waren gab es natürlich auch nicht die vollen 250 Baht...juhu, Geld gespart.

Als wir in der nähe des Parks herumirrten und nahezu jeden local people ansprachen der unseren Weg kreuzte, ganz der Touri-Manier, mit der Stadtkarte in der Hand, wurden wir schließlich fündig und ein Angestellter des Stadiums trat auf uns zu. Der war anscheinend eigens dazu abgestellt, verirrten Touristen den Weg zu weisen und erzählte uns, dass das Stadium derzeit geschlossen sei, wegen Umbauten oder sonstigen Maßnahmen.

Also charterte er uns ein Taxi, "Meter khrap", und wir machten uns schließlich auf den Weg zum "neuen" Stadium.

Versprochen wurde uns eine 30 minütige Fahrt, mit einmaliger Entrichtung der Maut, da wir über den Highway müssten.

Anderthalb Stunden später und 3 Mautgebühren leichter kamen wir endlich an. Die Kämpfe liefen natürlich schon eine Weile, aber nach diesem Martyrium war umkehren keine Option mehr.

An der Kasse dann die nächste Überraschung:
"Ja, guten abend, wir hätten gern die Tickets für 500 Baht, nono only Thai people... ok dann die für 1000 Baht...nono..only Thai people.."

Schließlich kauften wir uns Tickets für 2500 Baht pro Person...Sitzplätze, direkt vor dem Ring.

Durch etwas Glück bekamen wir noch den Hauptkampf mit und wurden somit "fast" für den hohen Eintritt entschädigt.

Und nun endlich ein paar Bilder, jedoch waren die besten und darunter auch ein paar gute Videos, auf der später verlorenen Sd Karte..tja..shit happens..







20.5.16 18:07, kommentieren