Auf ins Wwoofing Experiment

Nachdem wir Krabi mit seinen Höhen und Tiefen hinter uns gelassen haben, ging es nördlich, in Richtung Ranong weiter. Dort verweilten wir eine Nacht in einem recht preiswerten Hotel, direkt am Busbahnhof, um am nächsten Morgen den Bus Richtung Pak Song zu nehmen.


Natürlich benötigt ein Trip unseres Kalibers eine entsprechende Vorbereitung und so stellte sich uns zuerst, die elementarste Frage überhaupt:" Wie finanzieren wir den Quatsch hier eigentlich?"
Da selbst die größten Ersparnisse irgendwann zur Neige gehen, selbst wenn man von einer günstigen Airbnb Unterkunft zur nächsten rennt und da auch couchsurfen für ein Jahr keine alternative ist, kamen wir ziemlich schnell, dank Google, auf die Alterntaive des wwoofens.


Kurz und knapp erklärt: Ihr arbeitet einige Stunden am Tag und bekommt dafür einen Schlafplatz und je nach Verhandlungstaktik ( bzw. je nach dem, was der gewählte Host euch anbietet ) auch ein paar Mahlzeiten.
Wer sich in die Materie des wwoofens einlesen möchte dem empfehle ich helpx.net, da sind wir auch unterwegs!
Ganz wichtig wäre zu sagen, dass, wer wwoofen möchte, kein nerviges Work oder Work and Travel Visa beantragen muss, da diese Art von Arbeit eher als Abenteuer angesehen wird. ( je nach Auslandskrankenversicherung kann es schnell auch eins werden)


So fanden wir schließlich über helpx.net unseren Host in Pak Song, namens Bow.


Der Weg zur Unterkunft








arbeit, arbeit



Die "Werkstatt", mit angebauter Leseecke



Unser Host, Mr. Bow



Was hier alles so wächst









be creative



Du bist nie allein!



Unser Alltag sah folgendermaßen aus:

8:00 gemeinsames Frühstueck
9:00 - 12:00 Arbeit
12:00 Mittagessen
Mittagsruhe oder wahlweise Mittagsschlaf
14:00 - 17:00 Arbeit
19:00 Abendbrot


Ach und im übrigen hab ich da auch meinen Geburtstag gefeiert, den ich tatsächlich fast vergessen hätte.


Kuchen, oh yeah!





Der einzige Wifi spot weit und breit!


Wifi spot!



Unsere Arbeit war ziemlich vielfältig, je nach deinem Interessengebiet gab es verschiedene Aufgaben die erledigt werden mussten. Anfangs buckelten wir bei kochender Hitze im Garten, bauten Regale für diverse Utensilien und zogen auch eine neue Mauer für einen kürzlich errichten "Wohnkomplex" hoch. Die fertige Mauer habe ich mich allerdings nicht zu fotografieren getraut. Kurz gesagt, keine deutschen Standarts.


Eine Legende im Dorf besagt, es gäbe vor Ort Frauen, die ein solches Panel binnen 3 Minuten fertigen. Caro hat etwa das 15 fache an Zeit gebraucht.


Din Dang


Die vermutlich coolste Arbeit war das Abreißen eines Bamboo-Dach's. Abriss macht halt immer spaß.


Die Dächer überstehen wenn sie gut konstruiert sind vielleicht 3 Regenzeiten, also muss alle paar Jahre ein neues her.


Das neue Dach, dass wir folglich bauen mussten, bestand aus geflechteten Palmenblättern. Wenn ihr also darüber nachdenkt, euch ein neues Dach zu gönnen, ich nehme auch anfragen via Facebook entgegen!


Das sind die neuen Panels


Die Palmenblätter fallen leider nicht vom Himmel, so mussten wir wohl oder übel in den Dschungle, um die Ecke also.








Mein Kumpel Arthur ist stets dabei








Die Panel wurden mittels Draht befestigt




Das Leben dort bestand natürlich nicht ausschließlich aus Arbeit.


Entgegen dem Anschein war ich recht gut gelaunt...



Wir blieben leider nur 10 Tage dort und fuhren dann weiter zum Nationalpark Khao Sok. (den hätten wir uns jedoch wirklich sparen können)

Rückblickend gesehen hatten wir binnen des zweimonatigen Aufenthaltes in Thailand dort mit Abstand die schönste Zeit.

21.7.16 15:28

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